Stammapostel Leber in Dieburg 2006

Am 7.5.2006 diente Stammapostel Leber dem Bezirk Darmstadt in der Aula der FH Dieburg. In diesem für die gesamte Gebietskirche  einschneidenden und denkwürdigen Gottesdienst wurden Apostel Kreuzberger und Sommer zur Ruhe gesetzt. Bischof Bernd Koberstein und Bezirksältester Jens Lindemann empfingen das Apostelamt.

„Er ist der Anfang, der Erstgeborene von den Toten,
damit er in allem der Erste sei.“
(Kolosser 1, aus 18)

Der Stammapostel begann sein Dienen mit dem Hinweis, dass im Gottesdienst zwei Apostel in den Ruhestand gesetzt und zwei Apostel ordiniert werden sollen. Dies ist der Lauf der Dinge und die Zeit lässt sich nicht anhalten, dies ist gut so, denn es geht weiter zur Vollendung. Im Anschluss daran ging der Stammapostel auf das Lied des Chores ein und stellte fest, dass Dankbarkeit einen besonderen Glanz erhält, wenn sie in der Gemeinschaft praktiziert wird.  Dies ist noch eine Stufe erhabener, schöner und großartiger. Dem Stammapostel ist bewusst, dass viele Sorgen und Nöte im Volke Gottes vorhanden sind. Wie er sagte, hat er bewusst noch einmal nachgelesen wie der Sohn Gottes dazu Stellung genommen hat. Jesus führte das Bild aus der Natur auf, dass die Lilien auf dem Felde, die Vögel vom Herrn versorgt werden. Und wenn schon die Natur von der Liebe des Herrn versorgt wird, um wie viel mehr dürfen die Kinder Gottes sich bei ihm geborgen wissen. Das bedeutet nicht, dass man nachlässig werden und man sich zurücklehnen  könnte. Aber der Stammapostel ist sich sicher, dass es ein guter Rat ist, wenn die Sorgen begrenzt werden und man sich immer bewusst in die Hand des Herrn fallen lässt. Er erinnert an die Trostworte, die der Sohn Gottes anschaulich ausgedrückt hat und weist besonders auf das Wort hin, mit dem der Herr sagt, dass die Haare auf dem Haupt alle gezählt sind.  Wer auf den Herrn vertraut kann sicher sein, das Gott ihn nicht in den Sorgen preisgibt, sondern einen Weg durch die Verhältnisse zum Segen bereitet.  Sicher  werden die Sorgen nie ganz weg sein, aber man kann ihnen Grenzen setzen. Gott kennt jede Kleinigkeit und jede Gemütsregung. Das ist ein großer Trost.

Christus war bereits bei der irdischen Schöpfung dabei. Aber auch in der geistigen Schöpfung ist er der Erste, der auferstanden ist von den Toten unverweslich. Er war der Erste der aufgefahren ist zum Vater. Er war der Erste der sündlos ist. Der Erste der hinabging in die Bereiche der Toten. Der Stammapostel stellte die Frage, ob Jesus auch der Erste im Herzen sei und fordert die Geschwister liebevoll auf sich immer wieder neu für den Herrn zu entscheiden.Der Herr soll das erste Lebensziel sein. „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes“. Der Herr soll der Erste sein, dem man dient und gehorsam ist. „Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen“.
Der Herr soll der Erste sein dem man vertraut. Ihm vertrauen macht das Leben reich, das gibt Sicherheit, Kraft und inneren Frieden. Auf ihn kann man bauen. „Auf dein Wort hin will ich es tun“. Ihn wollen wir als Erstes lieben. Nach seinem Willen wollen wir als Erstes unser Leben einrichten und wollen ihn festhalten.

Nach dem Mitdienen von Apostel  Sommer führte der Stammapostel auf, dass  der Herr der Erste war, der die Emmausjünger begleitet hat – auch auf dem falschen Weg und bittet zu bedenken, dass die Bedingung daran geknüpft ist, dass man sich die Fähigkeit bewahrt sich mit dem überzeugenden Zeugnis des Sohnes Gottes anstecken zu lassen. Gott zwingt niemandem seinen Willen auf.
Als Einleitung zum Heiligen Abendmahl  hat der Stammapostel den Gedanken vertieft, dass man sich seiner Sünden bewusst sein sollte, da dies notwendig ist, um Gnade zu empfangen. Er erklärte, dass der Sinn der permanenten Sündenvergebung sei, dass man in Laufe der Zeit von seinen Schwächen loskomme.