Überraschungsbesuch in Ludwigshafen

Eine unglaubliche Freude erlebten die Gläubigen des Bezirks Rheinpfalz, als zu Gottesdienstbeginn anstelle des erwarteten Kirchenpräsidenten, Bezirksapostel Bernd Koberstein, das Kirchenoberhaupt der Neuapostolischen Kirche International, Stammapostel Jean-Luc Schneider, an den Altar der Neuapostolischen Kirche, Hohenzollernstraße in Ludwigshafen trat.
Nach seiner Rückkehr von einer Australienreise nahm das Kirchenoberhaupt die spontane Einladung nach Ludwigshafen gerne an und diente den Gläubigen mit einem Psalmwort zur Vorbereitung auf den Gottesdienst für Entschlafene, der am 6.11.2016 europaweit in allen neuapostolischen Kirchen auch als besonderer Gottesdienst für Gäste und alle Interessierten gefeiert wird:
Meine Seele soll sich rühmen des Herrn, dass es die Elenden hören und sich freuen!
(Psalm 34, Vers 3)

In einer Welt, die von Kommunikation geprägt ist, sind viele Menschen in den sozialen Netzwerken miteinander verbunden, um ihrer Umwelt ein ganz bestimmtes Bild von sich selbst zu präsentieren und Eigenschaften zu beleuchten, die an ihnen wahrgenommen werden sollen. Die Eigenschaft die an gläubigen neuapostolischen Christen wahrgenommen werden soll, lautet: Wir kennen unseren Gott –und dieser besonderen Beziehung möchten wir uns rühmen.

Was wissen wir von Gott in seiner Dreieinigkeit?
Mit dieser Frage richtete sich Stammapostel Schneider direkt an die versammelten Gläubigen:

Gott ist Gnade und Barmherzigkeit!
Er hat dich und mich erwählt aus lauter Gnade – trotz unserer Fehler und Schwachheiten. Durch diese Gnade übt Gott immer und immer wieder Vergebung an unseren Seelen. Das macht uns demütig gegenüber Gott und den Menschen.
Bereits in den Psalmen findet sich dieses Verhältnis beschrieben. Die Psalmisten beklagen intensiv Sorgen und Leid und enden doch immer mit vollstem Gottvertrauen: “Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er meines Angesichts Hilfe und mein Gott ist.” (Psalm 42) – weil der Psalmist “seinen” Gott kennt.
Auch wir können Gottes Barmherzigkeit rühmen, indem wir in Geduld handeln und auf ihn vertrauen.

Gott ist Liebe.
Er liebt uns und unsere Mitmenschen. Jesus ist für sie gestorben und bietet ihnen das Heil an. Damit eröffnet er allen Menschen die Möglichkeit, ewige Gemeinschaft mit ihm zu erreichen. Diese Gewissheit beseelt auch den Stammapostel: “Ich weiß, das Gott und Jesus – unser Heiland – an der Arbeit sind, um allen Menschen das Heil zu bringen.”

Gott wirkt im Heiligen Geist, der uns vollendet.
Er will aus uns eine Seele formen, die Jesus Christus gleich sein und ein vollkommenes Ebenbild Gottes darstellen wird. Hier wird die Begeisterung des Oberhaupts der Neuapostolischen Kirche erkennbar: “Das ist doch ein großartiges und fantastisches Wirken Gottes. Ich bin begeistert, was Gott aus unserer Unvollkommenheit macht

Wie rühmen wir uns unseres Gottes?
Dieses Wissen und diese Begeisterung für Gott wollen wir allen Menschen, auch denen, die Gott zu Lebzeiten nicht erleben konnten, mitteilen. Indem wir als neuapostolische Christen diese Liebe konkret werden lassen, kann die Liebe Gottes für alle Menschen erfahrbar werden: “Wir wissen es, und alle Menschen sollen es auch wissen!

In seinem Wortbeitrag stellte auch Bezirksapostel Bernd Koberstein dieses Bild in den Mittelpunkt und beschrieb das Loben des Apostels Paulus und seines Gefährten Silas in einem Gefängnis in Philippi um Mitternacht: “Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott. Und die Gefangenen hörten sie.” (ApG 16, Vers 25). Es ist Aufgabe der Gläubigen hier auf Erden, das Wirken unserer Lieben in der Ewigkeit an den Seelen der Verstorbenen durch unser Vorleben zu unterstützen. Auch sei dies eine wunderbare Vorbereitung auf die eigene Zukunft, Gott ewig zu loben und zu rühmen.

Text: NAK Mitte
Fotos: NAK Rheinpfalz