Der Stammapostel in Luxemburg

Stammapostel Schneider hielt am  11. Januar 2015 einen Gottesdienst in Luxemburg. Grundlage für die Predigt war das Wort aus Römer 12, Vers 2:

„Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene.“

Stammapostel Schneider begrüßte die Gottesdienstteilnehmer zum Jahr der Freude in Christus und ermunterte alle, sich trotz der furchtbaren Ereignisse, die das Jahr 2015 schon gebracht hat, in Christus zu freuen. „Das können wir auch“, fuhr er fort. „Gott wird uns auch in diesem Jahr Momente bereiten, über die wir uns freuen können. In schweren Zeiten aber können wir erleben, dass Jesus uns nahe ist.“
Eingehend auf das Textwort sagte der Stammapostel:
Paulus schrieb an die Römer:  „Stellt euch nicht der Welt gleich….“, und meinte damit  nicht die Erde, sondern den Zeitgeist.  Gott  ändert sich nicht, er ist vollkommen. Sein Tun ist unabhängig von dem, was auf dieser Welt geschieht. „Ich bin der Herr, dein Gott, und wandle mich nicht“ hat er gesagt.
Auf der anderen Seite gibt es den Zeitgeist. Die Beziehung der Menschen zu Gott, aber auch die Beziehung der Menschen untereinander ändert sich ständig. Geht es den Menschen gut, brauchen sie Gott nicht. Geht es ihnen schlecht, ruft man nach Gott. Schon Paulus sagte: „Lasst euch vom Zeitgeist nicht mitreißen“.  Unsere Beziehung zu Gott und dem Nächsten, so der Stammapostel, soll stabil sein und nicht von Mehrheiten beeinflusst werden. Gottes Wahrheit  soll unsere Wahrheit sein. Als  gläubige Christen beziehen wir uns auf Gott und nicht auf die Mehrheit. Gott ist unsere Referenz!

Prüfet was gut ist, empfiehlt Paulus in dem Textwort weiter. Gut ist das Gesetz Gottes, die zehn Gebote, führte der Stammapostel aus. Sie bleiben gültig, egal was auf dieser Welt geschieht. „Du sollst Gott und den Nächsten lieben wie dich selbst!“, hat Jesus sie zusammengefasst. Das bedeutet,  dass ein Jeder mit dem Anderen so umgeht, wie er möchte, dass der Andere mit ihm umgeht. Anders herum heißt es aber auch, dem Anderen nichts anzutun, dass wir nicht möchten, dass er uns antut. Das ist und bleibt das erste Gebot Gottes, gilt zu allen Zeiten und in allen Verhältnissen auf der ganzen Welt.

Prüfet was Gott wohlgefällig ist, sagt Paulus weiter. Dazu merkte der Stammapaostel an, dass es Gott nicht gefalle wenn Menschen andere Menschen verletzen um den Glauben zu verkündigen oder zu verteidigen. Hier sind nicht nur Waffen gemeint, sondern auch Worte. „Es gibt viele Menschen auf dieser Erde“,  fuhr er fort, „die nicht unserem Glauben angehören, aber anderen Gutes tun.“  Es würde Gott nicht gefallen, wenn wir diese Menschen nicht respektieren oder sie gar angreifen. Es gefällt Gott ebenso wenig, wenn Menschen in seinem Namen bedroht oder verängstigt werden. Das Gebot sagt ganz klar: „Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst!“  Hier müssen Prioritäten gesetzt werden. Man kann nicht gleichzeitig Gott lieben und seinen Nächsten verachten. Zudem können wir uns unseren Nächsten nicht aussuchen.  Es fällt uns nicht schwer unseren Angehörigen oder Freunden Gutes zu tun. Gott möchte aber, dass wir allen Menschen helfen.  Er bestimmt wer für uns der Nächste ist. Es kann ein Kranker, ein Armer oder auch der Fremde sein. Ist z.B. der Fremde weit weg, fällt es leicht, ihn zu mögen; lebt er aber bei uns, fällt es eventuell schwer ihm zu helfen und ihn zu lieben. Das aber ist unsere Aufgabe. Gott hat es so bestimmt.

„Was ist vollkommen?“ fragte der Stammapostel, weitergehend im Textwort. Gott ist vollkommen, wir nicht!  Was können wir tun? Wir können immer wieder nach dem Willen Gottes fragen und prüfen ob unser Handeln damit übereinstimmt. Wir können uns fragen, was zu tun ist, damit wir unser Leben noch mehr nach dem Willen Gottes ausrichten.

Text: NAK HRS
Fotos: Marcel Felde